Neulich bin ich auf eine Web-Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf die Ankündigung eines digitalen Netzwerks zur Frauenförderung gestoßen. Das Netzwerk trägt den – für mich unwahrscheinlichen – Namen “CyberMentor“. Es wird mit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) vom BMBF gefördert.
CyberMentor wird von Prof. Dr. Heidrun Stöger, Lehrstuhl für Schulpädagogik, der Universität Regensburg betrieben. Es richtet sich auf Schülerinnen und Studentinnen der so-genannten “MINT-Bereichen”. Ich musste nachschlagen, um zu erfahren, dass unter dieser Bezeichnung Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verstanden werden!
Als Hochschullehrer, der gerne mehr Studentinnen hätte, und Forscher, der die sozialen Medien untersucht, interessiert mich eine solche Unternehmung. So habe ich mich gefragt: Wird das digitale Netzwerk des Ministeriums erfolgreich sein?
Das Folgende könnte einem Erfolg hinderlich sein.
Zum Ersten ist die erzielte Nutzergemeinschaft unklar erkennbar. Die “MINT-Bereiche” sind ein Sammelsurium von Gebieten, das in der außerministerialen Welt wenig verbindet. Die Bezeichung “MINT-Bereich” wird zweifelsohne keine Scharren von interessierten Schülerinnen und Mentorinnen anziehen.
Zum Zweiten ist das das “return on experience” – ein entscheidendes Merkmal eines sozialen Mediums – sowohl für Schülerinnen wie für Mentorinnen viel zu unklar. Altruismus mag ein Motor vieler sozialen Medien – wie Wikipedia – sein. Unabdingbar ist jedoch, dass altruistische Motive durch ein wahrnehmbares Mitwirken an einem sichtbaren Ziel genährt werden.
Zum Dritten bietet das digitale Netzwerk keine Rolle für seine natürlichen “Multiplikatoren”, nämlich die Gymnasial- und Hochschullehrer. Folglich werden sie an der Etablierung des Netzwerks nicht wesentlich beitragen.
Zum Vierten werden die notwendige Anmeldung, das besonders lange Anmeldeformular und die notwendige Unterschrift von Erziehungsberechtigten die Begeisterung für das digitale Netzwerk gleichermaßen unter Jugendlichen und potenziellen Mentorinnen in Grenzen halten.
Zum Fünften ist das digitale Netzwerk nur für Mädchen und Mentorinnen gedacht. Wieso “Mädchen”? Würde man überhaupt daran denken, das Wort “Jungen” zu verwenden, wenn man sich an männliche Schüler oder Studenten wendet? Wieso ist das digitale Netzwerk nur Frauen zugänglich? So lange die Frauenförderung eine Frauenangelegenheit bleibt, wird daraus nichts werden.
Irre ich mich in meiner Einschätzung?
Ich möchte nicht sagen, dass Sie sich irren, aber Sie sorgen sich umsonst um den Erfolg dieses Projekts. Denn ich habe noch selten ein derart erfolgreiches Projekt gesehen!
Ich habe mich selbst für dieses Jahr als Mentorin “zur Verfügung gestellt” und das obwohl ich Ihnen bei Punkt 5 aus vollstem Herzen zustimmen muss und vorher beinahe einen Hass auf solche “Frauennetzwerke” habe, weil ich finde, dass so etwas den vermeintlichen geistigen Unterschied der Geschlechter zu sehr in den Vordergrund stellt und überbetont.
1. “MINT” kannte ich vorher auch nicht, aber auch in Computerzeitschriften wie der c’t kommt dieser Begriff mehr und mehr vor.
2. Altruismus ist nicht der passende Motivator, denn es geht für uns Mentorinnen auch darum tolle Leute kennen zu lernen, z.B. habe ich eine Mentee, die in Köln auf ein Gymnasium geht, sehr begabt ist und teilweise nebenher an der Uni Informatik studiert.. ich bin einfach dankbar für jede Gelegenheit etwas helfen zu können und dabei spannende Themen selbst aus einem etwas anderen Blickwinkel zu sehen!
Abgesehen davon sind auch einige der anderen Mentorinnen mehr als interessant und es ist für mich eine Gelegenheit meinen Horizont bezüglich anderer “MINT-Themen” zu erweitern und die Informatik selbst ein wenig zu promoten, z.B. leite ich heute Nachmittag einen Themenchat über “Informatik” und habe unabhängig davon schon einigen Schülerinnen den Einstieg in die Programmierung schmackhaft gemacht (z.B. mit Kara und / oder Java).
(Es hat mich nicht allzu viel Zeit gekostet. Ich habe schon als Schülerin Informatik toll gefunden und ich genieße es, wenn ich sehe, dass ich mit “mein Lieblingsthema” auch andere Menschen begeistern kann.)
3. Da haben Sie recht, aber wenn das Projekt weiterhin so gut läuft, dann werden sich die Lehrer nicht zu schade sein, darauf hinzuweisen.
4. Es gibt momentan weit mehr Anmeldungen von Mentees, als von Mentorinnen, also ist die Anmeldeprozedur offensichtlich nicht wirklich abschreckend.
5. Die Begrifflichkeit ist schwierig, ich spreche lieber von Schülerinnen und Schülern, so die Unterscheidung für das Thema notwendig ist.
Das letzte Thema sehe ich wie gesagt auch als problematisch an, ich fände es besser das Netzwerk würde sich auch an Schüler richten und die Organisatoren würden weiterhin ebenfalls an Schulen werben und explizit die Schülerinnen dazu motivieren, eben gerade weil es – zu meinem Entsetzen – immer wieder einige gibt, die sich nicht trauen so etwas wie Informatik zu studieren, da ihre Umgebung ihnen das nicht zutraut und sie sich verunsichern lassen.
(Hier wird mir immer gesagt, ich solle nicht von mir auf andere schließen, denn ich habe schon als Kind das machen dürfen was mich interessiert hat – unabhängig von gesellschaftlichen Stereotypen und habe daraus natürlich automatisch das demensprechende Selbstbewusstsein mitgenommen, aber dieses Glück hat vielleicht nicht jeder von Haus aus.)
Soweit meine Einschätzung.. ich kann nur sagen: es geht bei einem solchen Projekt immer um Menschen: klar läuft nicht alles perfekt, aber allein schon ein Projekt über ganz Deutschland zu planen benötigt sicher einige Energie und ich fürchte, dass die Öffnung für Schüler allein deswegen nicht möglich wäre, weil es dann weniger Fördermittel gäbe.
(Die Mentorinnen machen das ehrenamtlich, aber das Team, dass sich um die Webseite, die Anmeldung und die Werbung und die freiwilligen Mentorinnenschulungen kümmert, hat vermutlich einen gewissen finanziellen Aufwand.)
Meiner Meinung nach soll jeder Mensch das machen, wofür er sich interessiert und wo er seine Begabungen sieht. Und dazu gehört, dass möglichst vielen Menschen die Gelegenheit gegeben wird, eben dieses für sich herauszufinden!
Wenn am Ende immer noch nur ein paar Prozent Frauen Informatik o.ä. studieren, weil einfach ein Großteil nicht dafür zu begeistern ist, dann wäre das für mich völlig ok. Nur wenn jemand nicht das tun kann (oder glaubt das nicht tun zu können), was für ihn optimal wäre, dann ist jeder einzelner dieser Fälle zu bedauern. Persönlich und gesellschaftlich, wie ich finde.
Herzlichen Dank für die Richtigstellung und die nützlichen Auskünfte.
Es freut mich sehr, dass ich mich in meiner Einschätzung geirrt habe!
Es freut mich auch sehr, dass ich durch das Kommentar von Marianne Busch einen Einblick in eine Unternehmung habe, die für mich und meiner Arbeit hochrelevant ist.
Die spezielle Frauenförderung in Informatik kommt mir auch seltsam vor. Natürlich sieht man deutlich den Grund (wir sind zu viert im Hörsaal), andererseits stehen “die Jungs” vor deutlich größeren Problemen. Da ihnen keine so tollen Einführungsveranstaltungen wie ein zweiwöchiges Girls4Info-Camp angeboten werden (jährlich! Während, zumindest an unserer Schule nur einmal eine andere Unisex-Infoveranstaltung an der Uni Passau angeboten wurde, die nicht wirklich wirkungsvoll war…) scheinen sie deutlich desorientierter zu sein.
Und obwohl man erwarten könnte, dass dies seit Jahrzehnten nicht mehr relevant sei, etwa 30% (wirklich, leider) scheinen sich schon durch den Besitz eines Y-Chromosoms befähigt zu fühlen. (Meine Mutter fand die selben Zustände vor, als sie vor zwanzig Jahren Maschinenbau studierte.)
Im Allgemeinen scheint es mir, dass Frauen, welche sich in männlich dominierten Studiengängen befinden, weniger Probleme hätten als umgekehrt.
Was also wirklich nützlich wäre, und die Durchfallerquote senken würde, sind Abschreckungsveranstaltungen. Die geeigneten werden dies als Herausforderung sehen (“habe gerade nichts verstanden. Das muss sich ändern!”), die ungeeigneten auf den Boden der Tatsachen geholt (“und ich dachte, RAM-Bausteine wechseln zu können wäre Beeindruckend”)
hn schrieb: “Im Allgemeinen scheint es mir, dass Frauen, welche sich in männlich dominierten Studiengängen befinden, weniger Probleme hätten als umgekehrt.”
Männlich dominierten Umgebungen emfinde ich – als Mann – als unnatürlich. Sogar während meines Wehrdienstes gab es mehr Frauen als hier an der Uni.
Abschreckungsveranstaltungen haben ihre Vorteile. Sie können aber Studentinnen und Studenten zum zu frühen Abbruch eines Studiums führen, die sie mit ein bischen Geduld gemeistert hätten.
ich finde es gut das Sie sich kritisch mit Cybermentor auseinandersetzen! Ich bin seit 3 Jahren als Mentorin dabei und kann Sie beruhigen: es wirkt!
Einige der ersten Mentees studieren inzwischen ein entsprechendes Fach und sind jetzt als Mentorinnen dabei.
In erster Linie geht es darum den Mädels Vorbilder zu geben, da Frauen in technisch apostrophieren Studiengängen bzw. Berufen nicht so offensichtlich zu Tage treten. Das liegt teilweise am Umfeld, als ich mich damals für Mathematik auf Diplom als Studienfach entscheiden hatte bekam ich auch immer nur erstaunte Gesichter zu sehen. wenn schon Mathematik, so erwarteten 90% meiner Gegenüber doch wenigstens Lehramt. Meine Erfahrung im Berufsalltag besagt aber, das der Output (Software oder Kozepte) von weiblichen Kollegen oft struktierter und fehlerfreier ist, als der der Kollegen. Trotzdem höre ich von meiner Tochter immer noch, das sich Jungs in technisch besetzten Schulfächern in den Vordergrund schieben und meinen Mädchen könnten da ja ohnehin nix.
Deshalb ist es wichtig, das diese Community rein weiblich besetzt ist.
Sehr interessante Beiträge, da gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen.
Allerdings zum Punkt “Abschreckungsveranstaltungen”, dem ich eher ablehnend gegenüber stehe.
Ich finde, man sollte den Studentinnen zwar klar und deutlich sagen, dass bestimme Grundlagenvorlesungen (Mathe,…) nicht gerade einfach sind, man diese aber mit genügend Ausdauer und Ehrgeiz schafft (und evtl. dann auch Interesse daran findet). Da ist aber im Gegensatz zur Abschreckung eine Motivation nötig.
Tutorien, Hilfestellungen, Sprechstunden, Mentoring-Programme, Informatiker-Foren, etc.. führen ja nicht dazu, dass man selbst nicht mehr denkt, sondern dass verschiedene Blickwinkel und Lösungen diskutiert werden und von Erfahrungen profitiert wird (Wissenbasis->Fortschritt)
Ich selbst bin froh, dass am Anfang viele ältere Studenten gesagt haben “gib nicht auf, dass wird besser!”
Für die Beiträge allen vielen Dank!
Insbesondere die Erklärung, warum es wichtig ist, die Unterstützung von Schülerinnen und Studentinnen weiblich zu halten, scheint mir, sehr wichtig zu sein.
Eine Frage an alle, die sich für das Thema \Frauen in der Informatik\ oder \Frauen in technischen Studiengängen\ interessieren: Was könnte man bei uns tun, damit Studentinnen es leichter haben, damit mehr Schülerinnen Interesse für ein Informatik-Studium finden?
“Meine Erfahrung im Berufsalltag besagt aber, das der Output (Software oder Kozepte) von weiblichen Kollegen oft struktierter und fehlerfreier ist, als der der Kollegen.”
Meine Erfahrung im Berufsalltag besagt, dass dies sowohl auf die männlichen, wie auch weiblichen Kollegen zutrifft. Strukturiert und fehlerfrei ist doch immer nur der eigene Code, niemals der der Kollegen.
Hallo,
da fühle ich mich natürlich angesprochen, denn ich interessiere mich schon längere Zeit für das Thema.
Es gibt natürlich viele Faktoren, die die Vorlieben für bestimmte Themen und letztendlich die Studienwahl beeinflußen. Dennoch treffe ich immer wieder Mädchen, die logisches Denken spannend finden auch in Mathe gut sind, aber kein Selbstbewusstsein bzgl. ihrer MINT-Fähigkeiten aufgebaut haben. Einen sehr großen Einfluß hat – meiner Meinung nach – die Familie und das nähere Umfeld (Schule, Freunde, Verwandte). Hier gibt es meist wenige weibliche Vorbilder, die ihre Begeisterung oder wenigstens ihr Interesse für MINT zeigen. Im Gegenteil: Hört man nicht häufig folgende Sätze? “Sei vorsichtig mit dem Computer!” “Nein, frag mich doch nichts mit Mathe! Das kann ich gar nicht.”…
Es müssen also Vorbilder her, die durch ihre Dasein zeigen, dass der Gedanke “Frauen und Informatik” gar nicht so abwegig – im Gegenteil, sogar sehr einleutend ist, und die die Kinder und insbesondere Mädchen ermuntern und ihnen zeigen wo ihre Stärken liegen… Da ist das CyberMentor-Programm auf dem richtigen Weg.
Sicherlich brauchen auch Jungen solche Vorbilder. Auch sie sollten sich nicht nur am Vorbild des Informatik-Nerd orientieren. Informatik braucht Köpfe, die nicht nur einseitige Spezialisten und Bastler sind (sicher darf es die auch geben), sondern Informatik brauch Menschen, die vielseitige talentiert sind, die sich in komplexe Sachverhalten eindenken können, die mit Menschen umgehen können und Ideen als auch Probleme anderer verstehen sowie kommunizieren können, etc.
Jeder Informatiker und jede Informatikerin und jede Person im MINT-Bereich, die weiß, dass sie solche Fähigkeiten hat, sollte also wach durchs Leben gehen und die jungen Menschen um sich herum inspirieren, oder?
Als Frau in der Informatik bin ich daher auch in der zweiten Runde in der CyberMentor-Community aktiv und bin schon süchtig…
Ich wäre auch dagegen, diese Community ganz für Jungen zu öffnen. Das liegt daran, dass ich kein Forum kenne, in denen Mädchen so offen und frei über ihre Interessen sprechen. Aber ich würde es begrüßen, wenn es eine eigene CyberMentor-Community für Jungen gäbe und vielleicht Bereiche, in denen beider Geschlechter vertreten sind. Es ist klar, dass die Initiatoren sich erstmal auf eine Zielgruppe fokussieren mussten, aber vielleicht findet sich ja eine andere Forschunggruppe, die den Zweig für Jungen aufmacht…
Beste Grüße,
Anna
[...] Kommentare zu CyberMentor Zu den Kommentaren Hier gibt es eine interessante Diskussion zur CyberMentor-Community und “Frauen in der Informatik”: Wird das CyberMentor-Netzwerk Erfolg haben?. [...]
Von der Fehleinschätzung in meinem Post habe ich drei wichtige Sachen gelernt:
Es stimmt völlig, dass die Prägung durch u.a. Familie eine sehr grosse Rolle spielt, was Bildung angeht. (Ich denke an meine drei-jährige tochter, für die Fremdsprachen ein selbstverständlichkeit sind. Von ihren Eltern lernt sie Französisch, von ihrer Mutter ein bisschen Japanisch. Ihre Mutter und ich blicken auf unsere Kinheit zurück: Für uns waren Fremdsprahen … fremd.) Netwerke wie CyberMentor können ergenzend zur Familie eine sehr wichtige Rolle spielen, was die kulturelle und soziale Prägung angeht.
Ich bin darauf gespannt, was ich über weitere Kommentare noch lernen werde!
Hallo,
vielleicht vorweg etwas zu mir: ich bin 38 Jahre alt und habe Maschinenbau studiert.
Ich bin ebenfalls als Mentorin bei CyberMentor “aktiv” – und ich finde es mehr als wichtig, gerade Mädchen (leider gibt es in Deutschland nun mal keinen anderen Begriff für junge weibliche Menschen) den Rücken zu stärken, wenn sie sich für MINT interessieren.
Mir ging es so, dass mein Physik-Leistungskurslehrer vor inzwischen 22 Jahren sagte: “Ja, finde ich gut, dass Mädchen Physik als Leistungsfach belegen, aber besser als “befriedigend” werden sie nicht sein” – er mußte mit meinem Abschluss seine Meinung kräftig revidieren.
Auch in meinem privaten Umfeld war niemand, der mich unterstützt hat, weder zu Schulzeiten noch während des Studiums. Im Gegenteil, ein Professor an der Universität begrüßte uns eines Tages mit “Guten Morgen meine Herren, die anwesenden Damen übersehe ich“. Ich denke, hier ist es wichtig, interessierte Mädchen/junge Frauen zu unterstützen und sie entsprechend auch auf solche Äußerungen vorzubereiten!
Hinzu kommt, dass sich der berufliche Alltag von Frauen in MINT-Berufen doch von dem der männlichen Kollegen unterscheidet. Ich muss mich auch heute noch täglich damit auseinander setzen, dass die Meinung meines männlichen Kollegen stärker zählt als meine! Glücklicherweise ist mein Kollege da anders strukturiert – und kommt durchaus auch mit seinen Fragen zu mir.
Ich sehe CyberMentor als Möglichkeit,
Natürlich gebe ich Ihnen, François Bry, recht, dass es ein geschlechter-übergreifendes Forum für MINT-Berufe geben sollte, allerdings fürchte ich, dass dann die frauen-spezifischen “Probleme” zu stark unterdrückt würden.
Mein Mentee z.B. scheint in der Schule eine sehr gute Schülerin zu sein (Noten 1 bis 2) und hat sich dennoch nicht getraut, Mathematik als eines ihrer Schwerpunktfächer für die Oberstufe zu wählen. Das finde ich durchaus schade, denn so verbaut sie sich selber schon die Möglichkeit, einen MINT-Beruf zu wählen.
Ich denke, dass Mädchen, die einmal an einem solchen “Projekt” teilgenommen haben, einen anderen Blick für naturwissenschaftlich-technische Berufe bekommen – und dass Frauen solche Berufe genau so gut wie Männer ausüben können, das sollte doch inzwischen eigentlich so langsam “durchgesickert” sein.
Fazit: wenn nur ein Bruchteil der ca. 800 teilnehmenden Mädchen motiviert wird, sich ihren Neigungen nach einen Beruf zu wählen, der in den MINT-Bereich fällt, dann ist doch auch schon etwas erreicht, oder?
Gruß, Ursula
Herzlichen Dank, Ursual, für den Beitrag. Ja, Sie haben recht: Es lohnt sich, dass Frauen wie Sie sich beim CyberMentor engagieren.
Beiträge wie Ihre sind wichtig, damit meine männliche kollegen und ich eine Seite unsertes Berufes wahrnehmen, die wir leider zu wenig kennen.
Hoffentlich erleben Schülerinnen und studentinnen an der Schule und an der Uni dasselbe wie Sie damals nicht mehr!